Ablauf einer Geburt

Jede Geburt ist ein wenig anders, aber die Grundlagen einer jeden Geburt bedeuten die Entbindung eines Lebens aus dem Bauch der Mutter. Dabei ist die Geburt nach der Zeugung eines Kindes ein wahres Wunder, dass Frau und Kind gemeinsam durchstehen.

Beginn der Geburt

Nach dem Einsetzen der Schwangerschaft verbleiben einer Frau im Normalfall 266 Tage bis zur Geburt. Die ersten Wochen der Schwangerschaft kann sie dabei nicht bewusst erleben, da diese zum letzten Zyklus vor der Schwangerschaft miteinbezogen werden. Durch diese Faustregel kann der wahrscheinliche Termin der Geburt mit Hilfe des Tages der letzten Regelblutung abgeschätzt werden. Schlussendlich erblicken aber nur 4% aller Kinder das Licht der Welt am eigentlichen Termin.

Eine Geburt beginnt dann, wenn das Kind reif ist, geboren zu werden. Dabei wird vom kindlichen Körper ein Eiweiß produziert, dass den Organismus der Mutter zur Wehentätigkeit stimuliert. In dessen Folge werden wehenfördernde Hormone ausgestoßen, die die Geburt vorantreiben. Zunächst bemerken die Frauen ein unregelmäßiges Ziehen unterhalb des Bauches und im Rücken. Die Wehen kommen in Abständen von 30-60 Minuten können von wenigen Stunde bis zu mehreren Tagen anhalten. In dieser Zeit verkürzt sich der Gebärmutterhals und der Muttermund beginnt sich zu öffnen.

Übergangsphase

Von diesem Moment an ist es notwendig, dass der Muttermund sich durch regelmäßige Wehen in Kürzer werdenden Abständen weitet. Im selben Vorgang rutscht der Kopf des Kindes tiefer in das Becken der Mutter, wobei es eine leichte Drehung macht. Diese vollendet es dann, wenn es mit dem Kopf in das Becken vollständig eingetreten ist. In der gesamten Zeit ist das Kind noch mit der Mutter durch die Nabelschnur verbunden und wird so mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Durch die Überwachung des kindlichen Herzschlages mittels CTG kann festgestellt werden, ob es dem Kind noch gut geht.

Innerhalb der Eröffnungs- oder der Übergangsphase platzt in der Regel die Fruchtblase. Mitunter ist diese aber so stabil, dass sie durch die Hebamme geöffnet werden muss.

Austreibungsphase

Ist der Muttermund bei 10cm vollständig eröffnet, kann die eigentliche Geburt beginnen. In Zusammenhang mit den Wehen kann die Mutter nun pressen, dass das Kind geboren werden kann. Durch die unbequeme Lage im Bauch der Mutter tritt das Kind automatisch in den Darmbereich und löst so den Drang zum Pressen aus. Haben Kopf und Schultern den Beckenausgang passiert, dann folgt der restliche Teil des Körpers mit einer verminderten Geburtsanstrengung. Das Kind ist geboren und kann nun abgenabelt werden. Es folgt die Ausstoßung der Nachgeburt bestehend aus Plazenta und dem Rest der Fruchtblase.

Komplikation unter der Geburt

Regulär werden die Kinder mit dem Kopf zuerst geboren. Liegen sie mit den Füßen nach unten gehen Mediziner nur noch selten die Gefahr einer natürlichen Geburt ein und ziehen den Kaiserschnitt vor. Sollten die Herztöne des Kindes unter der Geburt stark absinken oder die Mutter das Bewusstsein verlieren, wird ebenfalls ein Kaiserschnitt anvisiert, um die Gefahr für Mutter und Kind zu minimieren. Sollte die natürliche Geburt durch ein sehr großes Kind stocken, dann kann ein Dammschnitt oder eine Glockengeburt helfen, dass das Kind nicht zu lang im Geburtskanal stecken bleibt.

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